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100 Jahre WSV

100 Jahre Benneckensteiner Wintersportverein

Im 49. Heimatheft Ausgabe 2007 wurde über die Entwicklung des Skisports im Harz und in Deutschland ausführlich von Dr. Gerd Falkner, Sporthistoriker und Leiter des Deutschen Skimuseums in München berichtet.
Die Anfänge der Skisportentwicklung liegen in den Jahren um 1870 im Harz. Norwegische Stundenten an der Bergakademie zu Clausthal-Zellerfeld brachten ihre Ski mit und bewegten sich bei entsprechender Schneelage auf diesen Brettern. Sie erregten damit viel Aufsehen und motivierten die Einheimischen, es ihnen gleichzutun. Pioniere des weißen Sports waren der Braunlager Oberförster Arthur Ulrichs und seine Tochter.
Ein entscheidender Schritt zum organisierten Skisport war die Gründung des Oberharzer Skiklubs (OHSK) am 19. Februar 1896 auf dem Brocken. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte kein Benneckensteiner. Das war verwunderlich, wurde doch der erste Skiversand im Harz von dem Geschäftsmann Julius Hahne in Benneckenstein durchgeführt und es ist sicher, dass einige Benneckensteiner diese Bretter von Julius Hahne besitzen und damit rund um Benneckenstein ihre Spuren im Schnee zogen.
Fest steht auch, dass am Wochenende 13./14. Februar 1909 das erste Wintersportfest in Benneckenstein am ehemaligen Waldhaus durchgeführt wurde. Die Originaldokumente des OHSK weisen im Oktober 1909 einen Ski-Klub Benneckenstein mit 10 Mitgliedern und den Bürgermeister Schoch als Vorsitzenden aus. Es existieren leider keine Dokumente betreffs Gründung eines Ski-Klubs in Benneckenstein, er könnte auch schon Ende 1908 bestanden haben. Die Harzchronisten fanden heraus, dass um Benneckenstein schon um 1905 Skiläufer unterwegs waren.

!927 wurde der Oberharzer Skiklub in Harzer Skiverband umbenannt. Zu dieser Zeit war der Benneckensteiner Ski-Klub stark und stabil genug, große Sportfeste durchzuführen. 1923 und 1924 wurden in Benneckenstein Meisterschaften und Winterfeste ausgetragen, mit Teilnehmern aus dem Harz, aus Leipzig, Magdeburg und aus Berlin. Kleinere Sprunghügel gab es seit Ende des 1. Weltkrieges am Pfeifferberg. 1924 wurde am Hüttekopf eine große Schanze gebaut, auf der bis zu 40m gesprungen wurde. Eine Rodelbahn am Waldhaus und eine Eisbahn in der Ortsmitte kamen hinzu.

Im Jahre 1926 wählte der Skiklub Benneckenstein einen neuen Vorstand. Dem Protokoll gemäß, hatte der Bürgermeister Quehl den Vorsitz, zweiter Vorsitzender wurde der Kaufmann Willy Herbst, Kassenwart Gerhard Liebetruth, Schriftführer und Pressewart in Personalunion der Kurdirektor Röger, Jugendwart der Sportlehrer Ellinger, Sport- und Gerätewart
K. Sudbrack. Es gab zudem vier Laufwarte: Kahlenberg, Thiel, G. Liebetruth und Trute. Beschlossen wurde ein anspruchsvolles Winterprogramm. Nur ein starker Verein konnte das umfangreiche Programm bewältigen.

So wurde noch im Herbst 1926 die große Hüttekopfschanze umgebaut und das vorhandene Skiwegenetz in südlicher Richtung bis Netzkater ausgebaut. Vom Verein waren zudem unter anderem die Organisation der Wintersportwettkämpfe Höherer Schulen des Harzrandes, die Militärskimeisterschaften des 12. Infanterieregimentes Quedlinburg und des 4. Pionierbataillons Magdeburg, die Ausrichtung des Benneckenstein Winterfestes und des Winterfestes des Skiklubs Nordhausen, sowie die Durchführung des Jugendskitages des OHSK am 12./13.02.1927, übernommen. Der Jugendskitag war Höhepunkt des Skiwinters in Benneckenstein, denn der Lokalmatador Kurt Heyder wurde hier OHSK-Jugendmeister. Die Jahreshauptversammlung des OHSK wurde 1926 in Benneckenstein durchgeführt.

Zum Beginn des 2. Weltkrieges mussten lt. Befehl alle Ski der Front zur Verfügung gestellt werden. Der Skisport ging, bis auf den Winter 1942 im Harz weiter.
Durch das Potsdamer Abkommen nach Kriegsende wurde der Harz getrennt, die innerdeutsche Grenze verlief mitten durch den Harz.
In Benneckenstein aktivierten nach dem 2. Weltkrieg den Skisport Gerhard Heyder und Werner Haase. Die Mannen um Karl Heyder bemühten sich um Nachwuchs.
1948 wurde die BSG Aufbau Benneckenstein gegründet, erster BSG-Vorsitzender war Karl Pöttmesser. Trägerbetrieb war die Harzer Holzindustrie, alle Sportvereine sind in dieser BSG integriert gewesen, und es wurden Sektionen, wie Fußball, Ski, Kegeln, Turnen, Prellball , Kegeln u.a.m. gebildet.
In Benneckenstein gab es bis zu 100 Aktive im Winter, die großen wie Gerhard Heyder, Gerhard Röger, Werner Haase, Hans-Dieter Riechel, Bubi Fischer, Inge Heyder, Ursel Haase, Brigitte Rubin und noch einige mehr, nahmen 1950 an den 1. Wintersportmeisterschaften der DDR in Schierke teil. Gerhard Heyder und Werner Haase wurden Mitglied der DDR-Kernmannschaft und trainierten mehrere Wochen im Jahr mit der DDR-Elite. Genannt werden müssen auch die beiden Steinbrücks, Ingrid und Elke, die im alpinen Bereich viele gute Leistungen brachten.

Anfang der Fünfziger Jahre wurde Kurt Heyder als Übungsleiter aktiv, er motivierte viele Kinder, die nicht
nur Langlauf oder Skispringen trainierten. Sie wurden vielseitig ausgebildet, im Springen, im Langlauf, auch Slalom und Abfahrtslauf wurde trainiert, im Sommer waren sie im Fußball aktiv.
Zu den Pioniermeisterschaften 1956 und 1960 wurde die Mannschaft des Harzes aus überwiegend Benneckensteiner Skisportler gestellt. Das ist das Ergebnis einer uneigennützigen Übungsleitertätigkeit von „Onkel Kurt“ und seinem Sohn Gerhard Heyder.
Anfang der 60er kam Gerhard Röger als Übungsleiter dazu und etwas später wurden sie von
Dieter Heyder unterstützt. Kurt Heyder war inzwischen hauptamtlich als Sprungtrainer beim DTSB tätig und zeichnete für den Kreis Wernigerode verantwortlich. Durch die Teilung des Harzes und der daraus resultierenden Sperrzonenproblematik waren die schneesicheren Orte wie das Eckerloch, der Königsberg und viele andere Gebiete um den Brocken nicht mehr zugänglich.
Die Talente des Harzes wurden in die Sportclubs und später in die Kinder- und Jugendsportschulen des Thüringer Waldes, des Erzgebirges und des Vogtlandes delegiert.
Ende der 60er Jahre wurde in Hasselfelde der Sportclub Harz gegründet. Nach 2 Jahren musste er wieder geschlossen werden, da die schneesicheren Orte rund um den Brocken auch für diese Sportler nicht zugänglich waren. Als den Sportclubs Dynamo Johanngeorgenstadt und Klingenthal, sowie dem ASK in Oberhof die Sportler ausblieben, machten diese ihre Verbindungen zu den Behörden geltend, so dass es keine Passierscheine mehr für das Brockengebiet gab und somit die Sportler nach Schließung des SC Harz wieder in den Thüringer Wald und das Erzgebirge mussten.
1970 begannen Peter und Bärbel Freiberger als Übungsleiter im Langlauf, eine Tätigkeit, die sie bis 2003 ausübten. Im Bereich Sprunglauf waren Kurt-Jörg Heyder, Klaus Miehe, Helmut Bock und viele andere tätig.
Die gute Arbeit der Übungsleiter spiegelte sich in der Delegierung von Sportler in die Leistungszentren der DDR wieder. <<Liste der Delegierten>>

Aus diesen Reihen sind Deutsche Meister, DDR-Meister, Olympia-Teilnehmer und Weltmeisterschafts-Teilnehmer hervor gegangen. Verdienter Meister des Sports wurden Kurt Heyder, Dieter Bokeloh und Werner Haase. Den Titel Meister des Sports erhielten Gerhard Heyder, Jürgen Dommerich, Dieter Bokeloh, Werner Haase und Hans-Dieter Riechel.
Nennen möchten wir den 4. Platz bei den Olympischen Spielen 1964 in Innsbruck von Dieter Bokeloh im Skispringen und dessen Sieg beim Skifliegen 1963 in Planica.

Zum 100 jährigen Bestehen 2009 wird eine Ausstellung durchgeführt, dazu werden Ehrentafeln erarbeitet. Die Benneckensteiner Wintersportler setzten die Tradition, gute Veranstaltungen durchzuführen, fort. Bis zum heutigen Tag verfügt der Verein über einen gut ausgebildeten Stamm von Kampfrichtern. Das war auch die Grundlage für die zahlreichen Veranstaltungen in Benneckenstein. Von 1948 bis 1965 wurden drei Bezirksmeisterschaften und mehrmalige Kreismeisterschaften durchgeführt. Von 1966 bis 1989 fanden in Benneckenstein 9 Bezirksspartakiaden, 18 Kreisspartakiaden, 1 Pokalwettkampf und 3 Hochharzläufe der Langlaufserie der DDR statt.
An den zentralen Spartakiaden, die alle 2 Jahre in der DDR stattfanden - das waren für die Schüler und Jugendlichen kleine Olympische Spiele - sind Benneckensteiner erfolgreich zurückgekehrt, wie Mario und Anke Kurde, Carsten Hecht, Gordon Jentsch, Steven Miehe, Dominik Hase, Michael Bieder u.v.a.m. Seit 1990 wurden 5 mal die Landesjugendspiele in den Nordischen Skidisziplinen von Sachsen-Anhalt, Harzmeisterschaften, Norddeutsche Meisterschaften, der Benneckensteiner Triathlon und 1998 die 12. Seniorenmeisterschaft im Skilanglauf durchgeführt.

Seit 2000 ist Simone Hundt als Übungsleiterin im Skilanglauf tätig, bei ihr trainieren ständig zwischen 15 und 20 Kinder. Im Bereich der Skispringer haben wir 3 Übungsleiter. Da seit über 1 Jahr die Schanze am Harzhaus umgebaut und mit neuen Matten belegt wird, können wir den am Skispringen interessierten Kindern im Moment keine Trainingsanlage bieten. Nach Abschluss des Umbaues stehen schon einige Knirpse bereit, die dann Benneckensteins Tradition fortsetzen wollen.

Ende der 50er Jahre wurde die Schanze am Harzhaus erbaut. 1962 wurde die Hüttekopfschanze umgebaut; die Schanzenweihe war ein großes Ereignis für
den gesamten Landkreis Wernigerode, denn die komplette Nationalmannschaft der DDR war am Start. Nach dem späteren Abriss der Hüttekopfschanze sind die Matten für die Schanze am Harzhaus verwendet worden.

Zur Wende ruhte der Vereinsbetrieb bis Ende 1991. Paul Gerlach hat dann alle Wintersportler zusammengenommen, und im Januar 1992 wurde der Verein mit folgendem Vorstand ins Leben gerufen: Paul Gerlach, (Geschäftsführer), Bärbel Freiberger (Stellvertr.), Friedrich Hecht (Kampfrichterobmann) und Gitta Bock (Schatzmeisterin). Wir waren eine Abteilung des SC vom 1923 e.V. Benneckenstein. Das vereinfachte den Beginn. Bärbel und Peter Freiberger haben ganz schnell wieder Kinder für den Langlauf begeistert. Sabine Breitenbach und Simone Hund trainierten wieder, und die Benneckensteiner waren wieder eine Macht. Anne Reschwamm und Madeleine-Juliane Hartmann erzielten gute Ergebnisse und nahmen am Deutschen Schüler-Pokal teil. Die Skispringer, die aus den Kinder- und Jugendsportschulen kamen, trainierten und starteten in Braunlage. Dort waren die Bedingungen bezüglich der Schanzenauswahl besser. Steven Miehe und Dominik Hase erzielten sehr gute Ergebnisse in ihren Altersklassen.
Am 16. April 2002 nabelten wir uns vom SC von 1923 e.V. ab und bildeten einen eigenständigen Verein, den „Wintersportverein 1909 Benneckenstein“.
Ausschlaggebend für diesen Schritt waren die bevorstehenden wichtigen Baumaßnahmen an der Schanze und am Sportplatz. Der SC Benneckenstein hätte nur für eine Maßnahme Fördermittel bekommen.
Inzwischen haben wir einen neuen schönen Sportplatz, und die Schanze wird demnächst mit neuen Matten belegt sein. Wir sind voller Hoffnung, wenn uns weiterhin schneereiche Winter beschert werden, dass in 100 Jahren immer noch der Skisport in Benneckenstein lebendig ist.

Gitta Bock
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Adresse :  
  WSV Benneckenstein e.V. 1909
c/o Michael Finzel
Nordhäuser Str. 15
38877 Benneckenstein (Harz)

Tel.: 03 94 57 / 25 91
 
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aktuelle Trainingszeiten  
  Dienstags und Freitags von 16:00 - 17:30 Uhr

Training findet je nach Wetterlage am Bungalow am Waldschlößchen - Cross oder Ski, an der "alten Eiche" - Skiroller/ Inliner oder bei Regenwetter in der Turnhalle statt.

 
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